Warum betrifft die DSGVO deine Website?
Sobald deine Website Daten von EU-Bürgern verarbeitet – und das tut sie bereits durch Serverlogs oder ein Kontaktformular – greift die DSGVO. Bei Verstößen drohen Abmahnungen und Bußgelder. Für eine normale Unternehmenswebsite ist die Umsetzung aber überschaubar.
Was ist Pflicht?
1. Impressum
In Deutschland gesetzlich vorgeschrieben (§ 5 TMG). Muss enthalten: Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, ggf. Handelsregisternummer und Umsatzsteuer-ID. Muss von jeder Seite aus erreichbar sein.
2. Datenschutzerklärung
Erklärt welche Daten du sammelst, zu welchem Zweck, wie lange du sie speicherst und welche Rechte Besucher haben. Muss vollständig und aktuell sein.
3. Cookie-Banner (wenn du Tracking nutzt)
Wenn du Google Analytics, Facebook Pixel oder ähnliche Tools nutzt, brauchst du eine Einwilligung. Technisch notwendige Cookies (z.B. für Sessions) benötigen keine Zustimmung.
4. Kontaktformular
Muss einen Hinweis auf die Verarbeitung der eingegebenen Daten enthalten, z.B. „Ihre Daten werden nur zur Bearbeitung Ihrer Anfrage genutzt."
Was passiert bei Verstößen?
- Abmahnungen von Mitbewerbern oder Verbänden
- Bußgelder der Datenschutzbehörde (bis zu 4% des Jahresumsatzes oder 20 Mio. €)
- Reputationsschaden
In der Praxis werden vor allem fehlende Impressen und Cookie-Banner ohne echte Ablehnoption abgemahnt.
Schnell-Checkliste
- Impressum vorhanden und vollständig?
- Datenschutzerklärung aktuell?
- SSL-Zertifikat aktiv (https://)?
- Kontaktformular mit Datenschutzhinweis?
- Cookie-Banner wenn Analytics genutzt wird?
- Auftragsverarbeitungsverträge mit Dienstleistern abgeschlossen?
Fazit
Die DSGVO ist kein Bürokratiemonster wenn man es strukturiert angeht. Wer kein Tracking nutzt, kommt mit Impressum, Datenschutzerklärung und SSL sehr weit. Bei der technischen Umsetzung einer DSGVO-konformen Website hilft unser Webentwicklungs-Team weiter – für rechtliche Details empfehlen wir einen IT-Rechtsanwalt.